Ungewöhnlicher Zucker aus Cyanobakterien wirkt als natürliches Herbizid

Chemiker und Mikrobiologen der Universität Tübingen entdecken Zuckermolekül, das Pflanzen und Mikroorganismen hemmt und für menschliche Zellen ungefährlich ist ‒ Eine Alternative für das umstrittene Glyphosat?

Quell: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hallo Niedersachsen berichtet über die Mikrobensammlung in Braunschweig

NDR Fernsehen zu Gast bei der weltweit vielfältigsten Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig

Quell: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bundestagsabgeordneter Carsten Müller besuchte die Leibniz-Institut DSMZ

Die weltweit vielfältigste Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen feiert 2019 das 50-jährige Bestehen. Der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller besuchte die DSMZ in Braunschweig. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Einheitliche Qualitätsstandards für die Virenforschung

Internationales Konsortium stellt Richtlinien und Praxisempfehlungen für die Erforschung neuer Viren auf

Mikroorganismen in auf und um unseren Planeten wird nachgesagt in ihrer Zahl die Anzahl der Sterne in der Milchstraße zu übersteigen. Die Gesamtanzahl der Viren ist jedoch um ein Vielfaches höher. Zahlreiche Arten sind derzeit noch unbekannt und der Forschung nicht zugänglich. Die Anzahl derartiger Datensätze verdreifacht sich jedes Jahr. Ein internationales Forschungsteam um den Mikrobiologen Thomas Rattei von der Universität Wien hat nun neue Standards zur Einordnung der Forschungsdaten definiert. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachjournal Nature Biotechnology. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Pflanzenviren-Forschung im Kampf gegen den Hunger in Afrika

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen wird in der Cassava-Pflanzenvirenforschung durch die Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Klein und vielseitig: Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf nutzen Cyanat und Harnsto

Ammoniak-oxidierende Archaeen, oder Thaumarchaea, zählen zu den häufigsten Mikroorganismen im Meer. Allerdings sind immer noch viele Aspekte ihrer Ökologie unerforscht, die zum Erfolg dieser Organismen im Meer beitragen: In einer Studie konnte nun ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie und der Universität Wien zeigen, dass marine Thaumarchaea einen vielseitigeren Stoffwechsel haben als bisher bekannt. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachmagazin Nature Microbiology. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Kleine RNA macht Bakterien resistenter gegen Antibiotika

Viele Bodenbakterien sind von Natur aus resistent gegen Antibiotika. Einen neuen Mechanismus, mit dem sie diese Resistenz regulieren, haben Biologinnen und Biologen der Ruhr-Universität Bochum entdeckt. In der Zeitschrift „mbio“, online veröffentlicht am 13. November 2018, beschreibt das Team um Jessica Borgmann vom Lehrstuhl für Biologie der Mikroorganismen ein kleines RNA-Molekül, das entscheidenden Einfluss auf die Antibiotikaresistenz und auf weitere Prozesse in der Zelle hat. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Nützliche Bakterien: Forschungsteam entdeckt Filterfunktion des Magens

Neue Analysen-Technik der Universität Hohenheim ermöglicht genauere Charakterisierung des Magen-Mikrobioms / Magen reichert Mikroorganismen gezielt an und ab. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

iGEM-Team Düsseldorf holt Gold in Boston

Internationaler Studierendenwettbewerb zur synthetischen Biologie

09.11.2018 – Bereits zum dritten Male in Folge war die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) beim international Genetically Engineered Machine (iGEM) Wettbewerb vertreten. Nach zwei erfolgreichen Jahren, in denen eine Gold- und eine Bronzemedaille nach Düsseldorf geholt wurden, erreichte das diesjährige Team wieder den Goldstatus. Das interdisziplinäre Team, welches sich aus Studierenden verschiedener naturwissenschaftlicher Fachrichtungen zusammen setzt, entwickelte einen Baukasten, mit dem künstliche Gemeinschaften verschiedener Mikroorganismen (sogenannte Ko-Kulturen) etabliert werden können. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Mikroorganismen als Produktionshelfer

Noch ist Erdöl die wirtschaftlich attraktivste Ressource für Kraftstoffe und Grundchemikalien, aus denen sich Alltagsprodukte wie Plastikflaschen oder Waschmittel herstellen lassen. Neue biotechnologische Verfahren sollen den Einsatz nachwachsender Biomasse als Alternative zu dem fossilen Rohstoff einfacher und kostengünstiger machen. Forscherinnen und Forscher am KIT setzen gezielt auf pflanzliche Biomasse wie Holz und Stroh, die nicht als Lebensmittel oder Tierfutter verwendet wird. Diese und weitere Innovationsgeschichten stellt das aktuelle Magazin NEULAND des KIT vor. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Sven-David Müller neuer DSMZ-Kommunikationsleiter

Am 15. September hat Sven-David Müller als Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation beim Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen die Nachfolge von Christian Engel angetreten. Engel war fast vier Jahre bei der DSMZ und ist im Juli an die Uni Hannover gewechselt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie der Käfernachwuchs in Kadavern gedeiht

Der Totengräber Nicrophorus vespilloides vergräbt die Kadaver kleiner Tiere in der Erde, um sie als Futterquelle für seinen Nachwuchs zu nutzen. Allerdings sind die toten Tiere und somit die Brutstätte der Larven von mikrobieller Zersetzung und Fäulnis bedroht. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena sowie der Universitäten in Mainz und Gießen zeigen, dass die Käfer schädliche Mikroben mit nützlichen Mikroorganismen aus ihrem eigenen Darm ersetzen und so dafür sorgen, dass sich der Käfernachwuchs in dem Kadaver wohlfühlt und dort bestens gedeiht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

"Unangepasste" Mikroorganismen sind gut für das Klima

Wie Böden auf Erwärmung reagieren

Bodenmikroorganismen sind für den Abbau von organischem Material zu Kohlendioxid verantwortlich und kontrollieren damit die CO2-Emissionen in die Atmosphäre. Denn selbst eine geringe Umverteilung von Kohlenstoff aus Böden in die Atmosphäre könnte die Klimaerwärmung beschleunigen. Wie Böden im Klimawandel reagieren, untersucht ein Team um den Ökologen Andreas Richter von der Universität Wien. Die ForscherInnen fanden nun heraus, dass mit der Verringerung des Kohlenstoffgehalts im Boden auch die Menge an Mikroorganismen abnimmt – ein Mechanismus, der den Verlust von Kohlenstoff aus den Böden begrenzen könnte. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wann Pflanzen und Mikroorganismen kooperieren oder konkurrieren, um an Nährstoffe zu kommen

Utl.: Je nach Düngung unterschiedliche Reaktion

Pflanzen und Mikroorganismen haben sehr unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen: Pflanzen brauchen relativ gesehen mehr Stickstoff, während Mikroorganismen eher Phosphor benötigen. Das erklärt, warum Düngung oft ganz unterschiedliche Auswirkungen hat, berichtet ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Ökologen Andreas Richter vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien: Je nach Düngungsart kooperieren Mikroorganismen mit den Pflanzen oder konkurrieren mit ihnen um die vorhandenen Nährstoffe. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Gleiches Recht für alle biologischen Stoffe – Konsequenzen aus dem EuGH-Urteil

Gemäß Urteil des Europäischen Gerichtshof zum Umgang mit geneditierten Organismen sind alle gezüchteten Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen genetisch modifizierte Organismen (GVO). Alle genveränderten Organismen fallen daher grundsätzlich unter die Regeln zur Gentechnik. Ausgenommen davon können nur diejejnigen werden, die mit Methoden erzeugt wurden, die seit langem angewandt werden und sich als sicher erwiesen haben. Es gilt nun zu klären, ob herkömmliche Züchtungstechniken sicherer sind als die neuen gentechnischen Methoden. Dies bietet die Chance, alle neu erzeugten Organismen nach gleichen Sicherheitskriterien zu beurteilen, unabhängig der Methode ihrer Erzeugung. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Welche Bakterien mit uns U-Bahn fahren

Jena/Hongkong. In einer aktuellen Studie analysierte ein Team um Gianni Panagiotou vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena (Leibniz-HKI), wie sich die Mikroorganismen der Reisenden im Hongkonger U-Bahn-Netz über den Tag hinweg vermischen. Während jede Linie am Morgen einen charakteristischen mikrobiellen Fingerabdruck besitzt, bildet sich bis zum Abend ein einheitliches Mikrobiom, das das gesamte Metro-System bevölkert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

„Universal-Antikörper“ macht verschiedene Erreger unschädlich

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben untersucht, wie es dem Immunsystem gelingt, Krankheitserreger in Schach zu halten. Dabei entdeckten die Forscher erstmals Antikörper, die nicht nur ein bestimmtes Bakterium, sondern verschiedene Mikroorganismen zugleich unschädlich machen können. Die neu entdeckten Antikörper erkennen eine Zuckerstruktur, die sich auf der Oberfläche verschiedener Keime befindet. So reicht eine begrenzte Zahl von Antikörpern aus, um eine große Vielfalt an Mikroorganismen zu kontrollieren. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die Eroberung der Extreme

Wie Mikroorganismen vielzellige Lebewesen bei der Besiedlung lebensfeindlicher Umgebungen unterstützen

Von heißen und nährstoffarmen Wüsten über abwechselnd trockene und wasserbedeckte Gezeitenzonen bis hin zu höchstem Wasserdruck und permanenter Dunkelheit in der Tiefsee: Das Leben hat im Laufe seiner Entwicklung über Millionen von Jahren auch die extremsten Standorte der Erde erobert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Resteverwerter im Meeresboden

Mikroorganismen, die in poröser Ozeankruste leben, verzehren einen erheblichen Teil der so genannten gelösten organischen Materie – einer Nahrungsquelle, die Meeresbakterien zu großen Teilen verschmähen. Das ist das Ergebnis einer Studie, an der die Oldenburger Geochemiker Prof. Dr. Thorsten Dittmar und Dr. Helena Osterholz beteiligt sind. Die Ergebnisse erschienen jetzt in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Geoscience. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Leibniz-Institut DSMZ ist erste registrierte Sammlung Europas

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist als erste Einrichtung in das europäische Register von Sammlungen aufgenommen worden, die die Anforderungen des Nagoya-Protokolls erfüllen. Kunden, die Bakterien, Pilze oder andere Mikroorganismen bei der DSMZ bestellen, haben damit der wichtigsten Sorgfaltspflicht im Rahmen des Nagoya-Protokolls Genüge getan. Das Nagoya-Protokoll erschwert die Arbeit mit biologischen Ressourcen und führt zu erheblichem bürokratischem Mehraufwand. Diesen Mehraufwand nimmt die DSMZ ihren Kunden nun als einzigartigen Service ab (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neu gefundenes Aminosäurederivat macht Pflanzen resistent

Pflanzenforschung: Veröffentlichung in Cell

23.03.2018 – Pflanzen besitzen ein komplexes Verteidigungssystem, um sich gegen schädliche Mikroorganismen in ihrer Umwelt zu schützen. Ein Team Düsseldorfer Biologen um Prof. Dr. Jürgen Zeier fand ein Aminosäurederivat, das im pflanzlichen Immunsystem eine zentrale Rolle spielt. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Cell. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Immunsystem: Chlorbleiche ist die Hauptzutat im Giftcocktail gegen Bakterien

Bestimmte weiße Blutkörperchen schützen uns vor Bakterien, indem sie sie auffressen. Was genau danach passiert, konnte ein Forscherteam um Prof. Dr. Lars I. Leichert, Leiter der Arbeitsgruppe Biochemie der Mikroorganismen, Prof. Dr. Konstanze Winklhofer von der Abteilung für Molekulare Zellbiologie der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Andreas Meyer von der Universität Bonn dank neu entwickelter Fluoreszenzproteine erstmals unter dem Mikroskop beobachten. Die Bakterien werden von den Immunzellen mit einem Giftcocktail überschüttet, der unter anderem Chlorbleiche enthält. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Warum seltene Pflanzen selten sind

Seltene Pflanzen haben eine schwächere Abwehr gegen krankmachende Mikroorganismen als häufigere Pflanzenarten. Die Anfälligkeit gegen Pilze und Bakterien, die im Boden leben, ist also mit ein Grund, wieso seltene Arten selten sind. Dies haben Forschende der Universität Bern herausgefunden – und sind somit der Antwort auf die Frage nähergekommen, die Biologinnen und Biologen seit Darwins Zeiten beschäftigt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Archaea wären auf Saturnmond lebensfähig

WissenschafterInnen um den Biologen Simon Rittmann von der Universität Wien gingen der Frage nach, ob mikrobielles Leben, wie wir es von der Erde her kennen, auch auf anderen Himmelskörpern möglich ist. Dazu verwendeten sie Mikroorganismen aus der Gruppe der Archaea, da diese Wasserstoff und Kohlendioxid verstoffwechseln sowie hohe Temperaturen und Druck aushalten können, wie sie auf Enceladus vermutet werden. In einer aktuellen Studie in „Nature Communications“ konnten sie zeigen, dass insbesondere ein Archaea-Stamm aus der japanischen Tiefsee prinzipiell auch unter den möglichen Eismond-Bedingungen vermehrungsfähig wäre. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Leben unter extremer Trockenheit

Der zentrale Teil der Atacama-Wüste gilt als eine der trockensten Regionen der Erde. Dennoch sind dort Mikroorganismen zu finden. Allerdings war bislang unklar, ob diese Einzeller dauerhaft dort leben können oder ob sie etwa vom Wind angeweht wurden und alsbald zugrunde gehen. Umfangreiche Analysen eines internationalen Forschungsteams zeigen nun: Selbst in den trockensten Gebieten der Atacama-Wüste gibt es dauerhaft lebensfähige Mikroorganismen, die nach episodischen Regenfällen regelrecht aufblühen und aktiven Stoffwechsel betreiben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)