Und Evolution wiederholt sich doch: Wie die Evolution Streifen kommen und gehen lässt

Konstanzer Evolutionsbiologen um Prof. Dr. Axel Meyer entdecken die genetische Basis der Evolution von Farbmustern. Die neuen Erkenntnisse über die Streifen der besonders artenreichen ostafrikanischen Buntbarsche erklären, wie sich Evolution in Weltrekordtempo wiederholen kann. Die Studie wird am 26. Oktober im Magazin „Science“ veröffentlicht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Evolution does repeat itself after all: How evolution lets stripes come and go

A team of evolutionary biologists from the University of Konstanz, headed by Prof. Dr. Axel Meyer, discovers the genetic basis for the repeated evolution of colour patterns. The findings about the stripes of the especially diverse species of East-African cichlid fishes explain how evolution can repeat itself at record speed. The study is published in “Science” magazine on 26 October. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Schimpansen erschnüffeln Gruppenmitglieder und Verwandte

Primaten, uns Menschen eingeschlossen, verlassen sich normalerweise auf ihre Augen, weil sie über einen vergleichsweise schlechten Geruchssinn verfügen. Ein internationales Forschungsteam der Universität Leipzig, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Durham University in Großbritannien hat nun in Verhaltensstudien im Zoo Leipzig herausgefunden, dass Schimpansen hauptsächlich ihren Geruchssinn nutzen, um neue Dinge zu erkunden, und dass sie Gruppenmitglieder und Verwandte am Geruch erkennen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Bonobos: Menschenaffen mit "hohen Tönen"

Wie groß ein Tier oder eine Person ist, kann man in der Regel nicht nur sehen, sondern auch hören, denn mit steigender Körpergröße nimmt die Tonhöhe ab. Obwohl Bonobos und Schimpansen ähnlich groß sind, klingen Bonobo-Rufe eine ganze Oktave höher als Schimpansen-Rufe. Forschende des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erklären diese Diskrepanz damit, dass die Stimmlippen von Bonobos nur halb so lang sind wie die von gleich alten Schimpansen. Ob auch andere Faktoren dazu beigetragen haben, ist Gegenstand weiterer Forschungen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Mit zunehmendem Alter ähneln Affenkinder ihren Eltern

Wir wir Menschen, so identifizieren auch Tiere nahe Verwandte unter anderem anhand ihres Erscheinungsbildes. Doch nur wenig ist darüber bekannt, in welchem Alter die Ähnlichkeit zwischen den Gesichtern von Eltern und ihren Kindern offensichtlich wird. Forschende vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Universität Leipzig stellten Probanden vor die Aufgabe, digitale Abbilder der Gesichter von Rhesusaffen-Jungtieren dem Gesicht eines Elternteils zuzuordnen. Obwohl es diesen gelang, die Gesichter sehr junger Rhesusaffen individuell voneinander zu unterscheiden, konnten sie diese erst in einem Alter kurz vor Eintritt in die Pubertät korrekt einem Elternteil zuordnen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Lebten Vorfahren der Säugetiere unterirdisch?

Die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung kann Zellen und Erbsubstanz schädigen. Die Natur hat daher für einige Reparatursysteme gesorgt, ein besonders effizientes wird durch Licht gesteuert. Es ist ein altes System, das sich im Laufe der Evolution kaum geändert hat. Nahezu alle Organismen verfügen darüber. Nur den höheren Säugetieren, und damit auch dem Menschen, fehlt dieses lichtinduzierte Reparatursystem. Sie schützen sich mit einem weit weniger effizienten Mechanismus. Warum, ist bis heute unklar. Einem Team des KIT ist es nun in einem internationalen Forschungsprojekt gelungen, einige Antworten zu geben. Die Ergebnisse veröffentlicht es in Current Biology (10.1016/j.cub.2018.08.039). (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Freilebende Schimpansen teilen Nahrung mit ihren Freunden

Warum sollte man sein Essen mit Personen teilen, die nicht zur eigenen Familie gehören und einem keinen direkten Vorteil verschaffen? Ein internationales Forscherteam am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) in Leipzig beobachtete im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste freilebende Schimpansen beim Teilen ihrer Nahrung. Dabei fanden die Forschenden heraus, dass Schimpansen besonders beliebte Nahrungsmittel wie Fleisch, Honig oder große Früchte vor allem mit ihren Freunden teilen, und dass weder der Rang eines Tiers noch Bettelei ihres Gegenüber ihre Entscheidung beeinflussen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Gene für Blütenfarbe im Löwenmäulchen identifiziert

Evolutionäre Prozesse teilen Löwenmäulchen in zwei Farben – Studie erscheint in PNAS (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Fruit flies adapt to climate change through metabolic rewiring

Evolutionary consequences due to climate change are currently a “hot topic” in evolutionary research. A warmer environment results in the complete rewiring of the metabolism in fruit flies by changes only in few genes. Researchers at Vetmeduni Vienna have shown in Genome Biology that evolutionary processes result in the adaption to a new, hot environment in just a few generations. Variants of two genes connected to an essential regulator of the metabolic budget system were identified as a key factor. The study shows that fruit flies, contrary to previous assumptions, do not adapt through many small genetic changes but through changes in a small number of “influential” genes. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Fruchtfliegen kontern Klimawandel durch Stoffwechselumstellung

Evolutionäre Auswirkungen durch den Klimawandel sind derzeit ein „hot topic“ der Evolutionsforschung. So bewirkt bei der Fruchtfliege eine heißere Umgebung unter anderem eine komplette Umstellung des Stoffwechsels-und das mit Änderungen in ganz wenigen Genen. Forschende der Vetmeduni Vienna zeigten in Genome Biology dass evolutionäre Anpassungsprozesse schon in wenigen Generationen die Anpassung an eine neue, heiße Umwelt bewirkt haben. Dabei setzen sich Varianten zweier Gene durch, die auf einen essentiellen Regulator des Energiehaushalts einwirken. Fruchtfliegen machen sich somit statt mit vielen kleinen Veränderungen mit einer „einflussreichen“ Gen-Minderheit für heißere Zeiten fit. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Afrikanische Affen sind infiziert mit dem gleichen Bakterium das beim Menschen Frambösie auslöst

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Deutschen Primatenzentrums, des Robert-Koch-Instituts, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der McGill Universität, der Masaryk Universität, der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte haben in mehreren Primatenarten in Subsahara-Afrika erfolgreich Genome des Bakteriums Treponema pallidum sequenziert. Bei Affen verursacht das Bakterium schwere Symptome wie Läsionen an Genitalien, Gesicht und Extremitäten. Damit beweisen die Wissenschaftler, dass der Frambösieerreger nicht nur beim Menschen zu finden ist. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Menopause: Liegt es an den Eizellen?

Es ist nach wie vor ein ungelöstes Rätsel: Warum kommen Frauen in die Menopause? Bislang gibt es unter EvolutionsbiologInnen widersprüchliche Theorien. AnthropologInnen um Susanne Huber und Martin Fieder von der Universität Wien formulieren jetzt eine weitere Erklärung: Die Menopause könnte evolutionsbiologisch die Folge der begrenzten Haltbarkeit der Eizellen sein. Die aktuelle Studie erscheint im renommierten Fachjournal „Scientific Reports“. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Cellular memory outwits pathogens

Study by Kiel Evolution Center proves effectiveness of sequential antibiotic treatment against the pathogen Pseudomonas aeruginosa

The World Health Organization (WHO) warns that seemingly harmless bacterial infections could develop into one of the leading causes of death in the next few years, particularly in the industrialised countries. This dramatic threat arose because, in many cases, the antibiotics that have been prescribed for decades as a standard treatment have become ineffective due to increasing resistance, and this trend continues to gather pace. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Zelluläres Gedächtnis überlistet Krankheitskeime

Studie des Kiel Evolution Center belegt Wirksamkeit der sequentiellen Antibiotika-Therapie gegen den Krankheitskeim Pseudomonas aeruginosa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt davor, dass sich scheinbar harmlose Bakterieninfektionen in den nächsten Jahren zu einer der häufigsten Todesursachen vor allem in den Industrienationen entwickeln könnten. Diese dramatische Bedrohung ist entstanden, weil die seit Jahrzehnten als Standardtherapie verschriebenen Antibiotika in vielen Fällen durch sich ausbreitende Resistenzen wirkungslos geworden sind und diese Entwicklung mit zunehmender Geschwindigkeit weitergeht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Schubkraft für die Biotechnologie

Die Digitalisierung wird derzeit auf breiter Ebene diskutiert – im Biotechnologie-Labor hat die Revolution schon begonnen: Im neuen DECHEMA-Papier „Neue Schubkraft für die Biotechnologie“ beschreiben die Autoren, wie die aktuellen Trends von Automatisierung, Miniaturisierung und Digitalisierung zusammenlaufen und Forschung und Entwicklung in Zukunft fundamental verändern werden. Am Ende könnte ein Entwicklungslabor stehen, dass einer automatisierten Fertigungsstraße ähnelt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Often-overlooked Natural Killer cells may be key to cancer immunotherapy

Immune checkpoint inhibitors are revolutionizing the treatment of cancer, but new research challenges the central dogma of how these drugs work. This research shows for the first time that often-overlooked immune cells called Natural Killer (NK) cells play a crucial role in responding to checkpoint inhibitors. (Mehr in: Cancer News — ScienceDaily)

Kannst du dich weiterentwickeln und gleichzeitig robust sein?

Biophysikalische Einschränkungen der Entwicklungsfähigkeit und Robustheit aufgedeckt – Studie erschienen in Nature Ecology and Evolution (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Can you evolve while being robust?

Biophysical constraints on evolvability and robustness uncovered – Study published in Nature Ecology and Evolution (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Früchte der gemeinsamen Arbeit für frei lebende Schimpansen

Die Vorteile aus kooperativer Jagd und dem Teilen von Fleisch gelten als grundlegende Triebfedern für die Evolution des Menschen. Doch auch andere Tiere jagen im Gruppenverband. Frei lebende Schimpansen jagen im Taï Nationalpark an der Elfenbeinküste gemeinsam andere Affen, zum Beispiel Stummelaffen. Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig beobachtete Schimpansen bei der gemeinsamen Jagd und beim Teilen von Fleisch und konnte nun nachweisen, dass das Jagdverhalten der Tiere ein kooperativer Akt ist und den Teilnehmern der Jagd einen fairen Anteil an der Beute einbringt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

A study of ants provides information on the evolution of social insects

One gene in particular determines whether an ant becomes queen or worker (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

‚Chromosomal catastrophes‘ in colorectal cancer

‚Chromosomal catastrophes‘ have been found to occur along the evolutionary timeline of colorectal cancer development, according to new research. (Mehr in: Cancer News — ScienceDaily)

Der Beginn einer Verpackungsrevolution

Wir Menschen haben bereits mehr als 8 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Jährlich kommen etwa 80 Mio Tonnen Verpackungen aus Plastik dazu, nur die Hälfte davon wird wiederverwertet, der Rest landet in der Müllverbrennung oder verschmutzt Wälder und Wiesen, Seen und Meere. Mit einer neuen Materialklasse, den bioORMOCER®en, ist Dr. Sabine Amberg-Schwab vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg einer Lösung auf der Spur. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die grüne Revolution geht in die nächste Runde

Reife Weizenähren sind schwer. Kurze, stabile Halme sind notwendig, vor allem wenn das Wetter rauher wird.

Lange schien das unmöglich: Kurze Halme und weniger Dünger für höhere Erträge. Jetzt hat man Gene entdeckt, die für die Landwirtschaft einen großen Schritt nach vorne bedeuten.

(Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

Genetically encoded sensor tracks changes in oxygen levels with very high sensitivity

Based on a protein from E. coli, scientists have developed a fluorescent protein sensor able to provide real-time information on dynamic changes in oxygen levels with very high sensitivity. As the oxygen level is a major determinant of cellular function, the idea behind this sensor may revolutionize our ability to detect cellular changes of critical importance, such as in tumors and following stroke and heart attack. (Mehr in: Cancer News — ScienceDaily)

Ameisen-Studie gibt Hinweis zur Evolution sozialer Insekten

Bei der Entwicklung von Königinnen und Arbeiterinnen sticht ein Gen besonders hervor (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)